Barcas Klubpräsident Rosell tritt zurück!

Sandro Rosell, Präsident des FC Barcelona, stand nicht zuletzt wegen der undurchsichtigen Finanzierung des Neymar-Transfers schwer unter Beschuss. Nachdem er von zur Offenlegung jener Finanzierung von Vereinsmitgliedern sogar verklagt worden war und er nun auch heftigen Gegenwind aus den eigenen Reihen erfuhr, hat er heute in einer Vorstandssitzung seinen Rücktritt eingereicht. Sein Nachfolger wird Vizepräsident Josep Maria Bartomeu sein.

Rosell wird neben der windigen Finanzkonstruktion beim Wechsel vom Superstar Neymar unter anderem auch vorgeworfen Vereinslegende Johan Cruyff aus dem Verein geekelt zu haben. Unter seinem Vorgänger als Präsidenten Joan Laporta war der Holländer zum Ehrenpräsidenten des Klubs ernannt worden. Rosells erste Tätigkeit als Präsident des FC Barcelona hingegen war es dann Cruyff ebendiese wieder abzuerkennen. Auch renommierte Fußballer der aktuellen Erfolgs-Ära wie Eric Abidal, Victor Valdes und nicht zuletzt Pep Guardiola sollen persönliche Differenzen mit Rosell haben. Der 59-jährige Unternehmer hat zudem eine Mitgliedersperre für Nicht-Katalanen veranlasst bei der Barca-Fans außerhalb Spaniens praktisch keine Chance mehr haben eine Mitgliedschaft bei ihrem Herzensverein zu erwerben. Zu Beginn seiner Amtszeit und auch noch später hat er sich außerdem zu einem öffentlichen Disput mit seinem Vorgänger Joan Laporta hinreißen lassen, dem er schlechtes Wirtschaften vorgeworfen hat. Seine Gegner nehmen ihm auch die zum Teil extreme Ausmaße annehmende Kommerzialisierung des Vereins krumm, der ja selbst mit dem Slogan „Mes que un club – mehr als nur ein Verein“ wirbt und damit anderst als alle anderen Fußball-Vereine sein will. Rosell hat den aktuellen Sponsoringdeal mit Quatar Foundation/Quatar Airways eingefädelt, der erstmals ein kommerzielles Logo am Trikot der Katalanen zu Folge hatte. Der Sponsorvertrag geht aber weit über reines Trikotsponsoring hinaus. So erscheint das Camp Nou zuweilen als reine Werbeplattform for das quatarische Flugunternehmen. Sein neuestes ebenfalls nicht ganz unumstrittene Projekt ist der geplante Stadionumbau für knapp 600 Mio. €. Die Liste an Kontroversen, die Rosell hervorgerufen hat, liese sich beliebig weiterführen. Wir belassen es aber an dieser Stelle dabei. Intimfeind Joan Laporta hingegen scharrt jedenfalls schon mit den Hufen um wieder an die Spitze des Vereins zu gelangen. Man darf gespannt sein, wie diese Seifenoper weitergeht. Ein gutes Bild des FC Barcelona ergibt die aktuelle Situation allerdings nicht.

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